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CH-8308 Illnau

 

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Thesen Szene «Trautes Heim»

  • Burnout erzeugt Passivität oder auch Unruhe des Betroffenen. Beides bedeutet eine Belastung für die Partnerschaft.
  • Sehr oft verliert die betroffene Person den Glauben an das Leben und die Menschen, Verbitterung breitet sich aus, welche auch die Interaktionen der Personengruppe aus dem privaten Bereich belasten.
  • Die Hilflosigkeit gegenüber dem Leidensdruck versetzt den Partner ebenso in einen Handlungsdruck schnelle Lösungen oder Interventionen anbieten zu müssen. Die Erfahrung dass diese das Problem nicht lösen, führt zu Ungeduld bis zur Apathie.
  • Mögliche Entmutigung des Betroffenen kann auf den Partner übertragen werden und somit wird der Kriegsschauplatz in den Privaten bereich verschoben.


Thesen Szene Jugend- und Kinderheim «Ja aber ...»

  • In der direkten Arbeit mit den Jugendlichen werden die Mitarbeiter zusätzlich mit strukturell bedingten Erwartungen konfrontiert, welche sich nicht immer mit einem klientenorientierten Vorgehen vereinbaren lassen. Der Handlungsbedarf gegenüber den Jugendlichen ist oft nicht mit dem Konzept und den Rahmenbedingungen zu vereinbaren (z.B. zu wenig Mitarbeiter für Projekte). Die Kompromisse wirken für die theoriegeleiteten Mitarbeiter eher desillusionierend.
  • Bedingt durch den Entwicklungsprozess in dem der Jugendliche sich gerade befindet, werden nicht nur die Grenzen und die Belastungsfähigkeit der Mitarbeiter ausgereizt, sondern auch die Grenzen der Gruppe aufs Äusserste herausgefordert. Die stete Wiederholung solcher Szenerien belasten alle Mitwirkenden auf der Wohngruppe.
  • Die erzieherische Aufgabe steht für Mitarbeiter/innen oft mit dem Wunsch die Jugendlichen auf eine maieutische Art zu begleiten, in einem Widerspruch den es täglich auszuhalten gilt.
  • Das Kinder- und Jugendheim soll den Betroffenen ein Stück Heimat wiedergeben. Die Beziehung zu den pädagogisch Tätigen steht in einem Spannungsfeld zwischen professioneller Distanz und familiärer Nähe. Diese gilt es stets auszubalancieren.