Forumtheater AGORÃ

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CH-8308 Illnau

 

Tel.:

 

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Augusto Boal

Forumtheater wurde Anfang der 60er Jahre vom Brasilianer Augusto Boal entwickelt. Sein Anliegen ist auch heute noch, die Apathie zu überwinden, die Unterdrückung auslöst, um wieder Handlungsfähigkeit zu erlangen.

Unterdrückung hat, wie Gewalt oder Angst auch, viele Gesichter. In Brasilien zur Zeit der Entwicklung von Forumtheater waren die Unterdrückten zum Beispiel arme Menschen, die in Slums wohnten. Sie waren Analphabeten oder durch politische Verhältnisse, die Eigenständigkeit nur der Oberschicht zusprach, entmächtigt. Als Boal nach Europa kam, beobachtete er subtilere Formen der Unterdrückung. Diese waren zwar weniger sichtbar, lösten aber deshalb trotzdem nicht weniger Apathie aus. Auch hier dieselbe Beobachtung: Unterdrückung wird internalisiert. Man gewöhnt sich daran und denkt: «So ist es eben, das ist normal». Es wird gelernt damit zu leben, man lenkt sich ab, die Revolution schläft ein.

«Auf das Forumtheater kann nur die Aktion selbst folgen»

  • Der studierte Chemiker und Theaterwissenschaftler leitete von 1956 bis 1971 das Teatro de Arena de Sao Paolo.
  • 1971 bis 1976 lebte er in Argentinien im Exil, nachdem er wegen seiner Tätigkeit verhaftet worden war, nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis hat er Brasilien verlassen und lebte von 1976 bis 1978 in Lissabon.
  • 1978 bis 1979 war er als Dozent an der Sorbonne tätig und gründete in Paris das Centre d’Études et de Diffusion des Techniques actives d’Expressions.

 

Heute lebt er wieder in Brasilien und leitet viele Workshops auf der ganzen Welt auch zusammen mit seinem Sohn.

«Die Realität ist, auch die des Theaters, Geschichten und Geschichte nicht als gegeben hinnehmen, sondern immer wissen, dass alles einen ganz anderen Verlauf hätte nehmen können, und immer an die Möglichkeit der Veränderung glauben und darauf hinarbeiten.»

(Ein Rat von Augusto Boal an seine Schauspieler/innen und Nicht-Schauspieler/innen)