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Was ist ein Forumtheater?
Forumtheater ist eine Theatermethode, bei welcher am Graben zwischen Publikums- und Bühnenraum
gearbeitet wird, mit dem Ziel, diesen zu überwinden. Durch die Darstellung von Variationen
zwischenmenschlicher oder sozialpolitischer Konfliktbereiche wird ein Dialog aufgebaut und zur Debatte
angeboten. Lösungsansätze, welche nicht auf der Grundlage von Ideologien entwickelt werden, sondern
aus dem Kontext des betroffenen Forums kommen, werden erarbeitet und spielend einer Realitätsprobe
unterzogen.
Kurt Lewin
(1870-1947) war der Wegbereiter partizipativ gesteuerter Veränderungspro- zesse
und eröffnete mit seinen Forderungen und seinem Konzept der Aktionsforschung ein Feld, auf dem
Paolo Freire mit seiner Pädagogik der Unterdrückten aufbauen konnte.
Augusto Boal
entwickelte
Theatermethoden, welche die Autonomie des Zielpublikums stützen, er hat Forumtheater entwickelt.
Rahmenbedingungen für eine Forumtheateraktion
BÜHNENRAUM
Um Forumtheater zu praktizieren, braucht es keine klassische Bühne. Die Idee ist, den «Graben»
zwischen Bühnenraum (Acteur) und dem Zuschauerraum (spect-acteur, Zuschauspieler) zu überwinden.
Dies geschieht am besten, wenn ebenerdig gespielt wird. Je nach Raum wird das schwierig, damit auch
die hinteren Reihen alles gut sehen.
Daher ist es wichtig, dass der Bühnenraum für das Publikum sehr gut erreichbar ist, durch Treppen
oder angebaute Podeste.
Das Bühnenbild ist durchschaubar und unterstützt den ästhetischen Raum nur dezent.
DENN DIE, DIE ES WISSEN, SITZEN IM PUBLIKUM – UND DAS SIND SIE!
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